Vortrag | Vergaberecht 

Vereinbarkeit von planerischer Qualität und Preiswettbewerb im VOF Verfahren? - Darstellung und Diskussion anhand des Neubaus U5/ Unter den Linden in Berlin

Ein Beitrag auf dem Hamburger Vergabetag 2013 von RA Bettina Schmitt und Dipl. Ing. Monika Winkelman

Am 31.01.2013 fand der Hamburger Vergabetag 2013 in der Hamburger Handelskammer statt, der durch den Behörden Spiegel und dem DVNW (Deutsches Vergabenetzwerk) veranstaltet wurde. In zahlreichen Einzelvorträgen und Diskussionen wurde das Vergaberecht beleuchtet.

Für den Bereich der VOF waren Dipl. Ing. Monika Winkelman und RA Bettina Schmitt eingeladen. Sie widmeten sich bei der Vergabe im Bereich der Leistungen der Bauingenieure und Architekten der speziellen Fragestellung:

Ist im VOF Verfahren planerische Qualität und Preiswettbewerb vereinbar?

So ist im GWB und der VOF ist festgeschrieben, dass für planerische Leistungen nicht der Preis das ausschlaggebende Kriterium sein darf. Vielmehr haben öffentliche Auftraggeber zu bewerten, "zu welchem Honorar die bestmöglichste Leistung zu erwarten ist".

Nach diesem Wortlaut hat der öffentliche Bauherr nach VOF alle Möglichkeiten, seine Planungspartner über Qualitätskriterien zu bestimmen, ohne überteuerte Planungskosten in Kauf nehmen zu müssen.

Der Beitrag befasste sich darauffolgend mit den beiden Phasen des VOF Verfahrens und ging am Beispiel des Neubaus U5/Unter den Linden in Berlin der Frage nach, ob und wie öffentliche Auftraggeber bei der engeren Auswahl und dem sich anschließenden Verhandlungsverfahren beste Planerqualität erzielen können.

Insbesondere wurde dabei diskutiert, welche Gewichtung im VOF Verfahren der Preis haben darf und ob gerade hohe Planungsstandards zu der besten zu erwartenden Gesamtwirtschaftlichkeit des Projektes führen können.

 

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